Regionalisierung der Hochwasserkennwerte für das Land Mecklenburg-Vorpommern: Aktualisierung und methodische Neuerungen

Hydrologische Regionalisierungsarbeiten

Für die Einschätzung der Hochwassergefährdung und die Bemessung von wasserwirtschaftlichen Anlagen ist der Scheitelabfluss maßgeblicher statistischer Wiederkehrintervalle (HQ(T)) eine wesentliche Größe. Gegenstand der Bearbeitung war die Aktualisierung eines früheren Verfahrens. Sie erfolgt auf der Basis eines nichtlinearen, multivariaten Regressionsansatzes, verlängerter Pegelzeitreihen und eines regionalspezifischen Datensatzes an Gebietskenngrößen. Die Anwendung von GIS-Werkzeugen erlaubte die effektive Überprüfung einer Vielzahl weiterer Geofaktoren, wobei sich zwei davon, zusätzlich zu den bisher verwendeten, als effektiv erwiesen haben. Die Kriterien zur Bewertung der Modellgüte zeigen, dass mit Hilfe des überarbeiteten Regionalisierungsansatzes, je nach betrachtetem Wiederkehrintervall, eine Verringerung des mittleren relativen Modellfehlers von 31 % bis 42 % auf 20 % bis 27 % erreicht werden konnte. Darüber hinaus wurde ein Verfahren vorgeschlagen, mit dem in beobachteten Einzugsgebieten die mittels Regionalisierungsansatz bestimmten HQ(T) mit den Ergebnissen der lokalen Pegelanalyse abgeglichen und alternativ verbessert werden können.

Auftraggeber:
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern


Zentrale Veröffentlichung(en):
HOFFMANN, T. G., MIEGEL, K. & MEHL, D. (2018): Regionalisierung der Hochwasserkennwerte für das Land Mecklenburg-Vorpommern: Aktualisierung und methodische Neuerungen. – Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. – Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 62 (2): 100-113.

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